Stuttgart | Antimilitaristischer Flashmob vor der Deutschen Post

Donnerstag, 13. Juni 2013

Am 13. Juni 2013 fand im Rahmen der bundesweiten dezentralen Aktionstage für militärfreie Bildung und Forschung eine Kundgebung vor der Deutschen Post in der Stuttgarter Innenstadt statt. Es beteiligten sich in etwa 15 AntimilitaristInnen an der Kundgebung. Wir haben diesen Ort gewählt, da am 06. Juni 2013 eine neue Sonderbriefmarke mit dem Solgan „Im Einsatz für Deutschland“ erschienen ist.

Durch die Kundgebung machten wir die PassantInnen auf diese Sonderbriefmarke aufmerksam, welche bezweckt die gesellschaftliche Akzeptanz der Bundeswehr zu steigern. Seit der Aussetzung der Wehrpflicht im Juli 2011 ist die Bundeswehr auf vermehrte Werbung angewiesen, da ihnen der Nachwuchs ausgeht. Die Sonderbriefmarke ist ebenfalls ein Teil des Werbefeldzuges der Bundeswehr und soll dazu dienen neues Kanonenfutter für ihre imperialistischen Kriege zu rekrutieren und den Rückhalt in der Bevölkerung für Kriege zu erhöhen. Um das Thema zu verbildlichen wurde ein antimilitaristischer Flashmob aufgeführt. Eine im Postauto herumfahrende Person, verteilte Briefe mit der neuen Sonderbriefmarke. Als die Personen ihre Briefe öffneten, zogen sie Waffen aus dem Umschlag. Nachdem sie eine Weile mit ihren neuen Waffen Patrouille liefen, schossen sie plötzlich um sich, wurden von einer „Kugel“ getroffen und starben. Mit dieser Aktion sollte darauf aufmerksam gemacht werden, welche schwerwiegenden Auswirkungen eine erstmals harmlos aussehende Briefmarke haben kann. Denn durch den Versuch der Legitimation der Bundeswehr und deren imperialistischen Kriege soll der Beruf des Soldaten als „normal“ und ehrenwert angesehen werden. Immer mehr junge Menschen sollen dazu gebracht werden, den Beruf des Soldaten zu wählen und dann im Ausland, mit der Waffe in der Hand, die Interessen des deutschen Kapitals durchzusetzen.

 

Neben einer Rede zu dieser Thematik, wurde des Weiteren das Gefechtsübungszentrum in der Altmark und das anstehende „War starts here Camp“ thematisiert, sowie auf die gemeinsame Fahrt zum Camp aus Stuttgart aufmerksam gemacht. Darüber hinaus wurde von der Deutschen Friedensgesellschaft eine Rede zum Drohnenkrieg gehalten.

 

Die Kundgebung kann als Erfolg gewertet werden, da durch die unterschiedlichen Aktionen das Interesse der PassantInnen geweckt wurde und es zu positiven Rückmeldungen und angeregten Diskussionen kam.

 

Wir halten es für notwendig kontinuierlich antimilitaristische Arbeit zu leisten und die Machenschaften und Werbemaßnahmen der Bundeswehr nicht unbeantwortet zu lassen, sondern die  Gesellschaft darüber zu informieren, wo Kriege beginnen und wo sie geplant werden. Wir lassen es nicht zu, dass die Bundeswehr und ihre imperialistischen Kriege sich immer weiter in der Gesellschaft etablieren.

 

Gegen Kriegspropaganda im Öffentlichen Raum!

Krieg beginnt hier, bekämpfen wir ihn hier!

Für eine Welt ohne Krieg und Ausbeutung!

Für internationale Solidarität!

www.otkm-stuttgart.tk