Frankfurt am Main | „Krieg – wozu er gut ist“

Montag, 21. Oktober 2013
Generaldirektorin
Deutsche Nationalbibliothek
Frau Dr. E. Niggemann
Adickesallee 1
60322 FFM
Fax 069 1525 1010
 
 
Sehr geehrte Frau Generaldirektorin,
 
gegen die von Ihrem Hause geplante Veranstaltung zu dem Buch „Krieg – wozu er gut ist“ protestieren die Unterzeichner auf das Schärfste.
 
Es ist unfassbar, dass eine staatliche Institution  wie die „Deutsche Nationalbibliothek“ dem Autoren Morris sowie dem Campus-Verlag dieses Haus - ein anerkanntes Podium - zur  deutschsprachigen Neuerscheinung des Buches für diese  Werbeveranstaltung zur Verfügung stellt.
 
Die Tatsache, dass diese Veranstaltung in Kooperation mit dem US-Konsulat stattfindet, lässt  nur den eindeutigen Schluss zu, dass  hier aus politischer Intention des Autoren  menschenverachtende Theorien positiver Konsequenzen von Kriegen verbreitet werden und somit der Vorbereitung weiterer Kriege seitens interessierter Staaten dienlich sein sollen.
 
Gewinner von Kriegen sind seit jeher führende Militärchargen, die gesamte Waffenindustrie, die Finanziers der Kriege und die an der Führung von Kriegen interessierten Politiker diverser Couleur. Tiefstes menschliches Elend traf und trifft die Zivilbevölkerung: durch Drohnen ermordete Menschen, durch Splitterbomben Verkrüppelte, vergewaltigte Mädchen und Frauen, in Geheimgefängnissen Gefolterte. Millionen Kriegsflüchtlinge belegen weltweit die Grausamkeit der durch Militäreinsätze verursachten Verbrechen und  nach Aussage von Herrn Morris und seines Verlages „haben Kriege die Menschheit – auf ganz lange Sicht betrachtet – sicherer und reicher gemacht“.
 
Dieser Zynismus ist kaum noch zu überbieten – die Unterzeichner fordern die Absagung dieser kriegsverherrlichenden Veranstaltung!
 
Mit freundlichen Grüssen