FFM | Farbe für Exzellenzcluster „Normative Ordnung“

Montag, 27. May 2013

Mit viel Farbe und Sprühdosen haben wir den Exzellenzcluster „Herausbildung Normativer Ordnung“ der Goethe Universität in Frankfurt am Main besucht.


Seit 21 Jahren ist die Bundeswehr weltweit an Kriegseinsätzen beteiligt. Der Kriegsstratege Herr Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz sagte: „Wer das künftige Wirtschafts- und Finanzschicksal Europas maßgeblich bestimmen will, der darf auch militärisch nicht in der zweiten Reihe stehen.“


Dazu leisten auch die Universitäten ihren Beitrag: Bei der Forschung zur Weiterentwicklung deutscher Waffensysteme oder im Bereich des dual use z.B. bei der Entwicklung von Kamerasoftware, die sowohl militärisch als auch zivil zum Einsatz kommt.


Aber auch die Geisteswissenschaften spielen für die Kriegsführung eine große Rolle. Das Beispiel Afghanistan zeigt, dass Kriege nicht nur militärisch geführt und gewonnen werden können. In Frankfurter Institut „Normative Ordnung“ sitzen Vertreter von Theologie, über Soziologie, Pädagogen bis hin zu sogenannten „Friedensforschern“ und machen sich „Gedanken“ zur Aufrechterhaltung einer gesellschaftlichen Ordnung, die weltweit Krieg, Elend, Flüchtlingsströme und Hunger hervorruft und hier im Herzen des Krisenregimes für Profite und Wohlstand sorgt. Ihre Themen sind die Bedrohung der Sicherheitslage durch außer- und innereuropäischen Flüchtlinge, die Effektivitätssteigerung der westlichen Militärinterventionen. Die Erforschung einer gesellschaftlichen Ordnung, die sich  insbesondere gegen die Organisierung und Radikalisierung widerständiger Menschen richtet.


In diesem Institut werden Strategien der Aufstandsbekämpfung entwickelt, eine kontroverse Diskussion ist durchaus gewollt: die Kritik soll bei der Entwicklung von „Lösungsstrategien“ mit einfließen. Das lässt sich der Bund was kosten: einen schmucken, jetzt aber reichlich bunten Institutsneubau genauso wie die Finanzierung des von Studenten betriebenen „Sicherheits-blog“, in dem die Notwendigkeit und die ethische Vertretbarkeit des Einsatzes von Kampfdrohnen diskutiert wird.

Wir sagen dazu:
war starts here -  lets stop it here!
Refugees welcome – no borders!
Blockupy: smash capitalism!

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/87223