Deutschland im Krieg

Chronik

Freiburg | Offener Brief wegen Bundeswehr-Adventskonzert

Am 10.12.13 wird, aller Vorraussicht nach in Littenweiler in der Kir­che St. Bar­bara, zum wie­der­hol­ten Mal ein Advents­kon­zert des Luft­waf­fen­mu­sik­korps 2 der Bun­des­wehr in Freiburg stattfinden. Trotz star­ker Pro­teste im letz­ten Jahr wird erneut ver­sucht werden, unter dem Label einer kriegs­füh­ren­den Armee eine kul­tu­relle Ver­an­stal­tung durch­zu­füh­ren und die Bun­des­wehr als einen „nor­ma­len“ Teil der Gesell­schaft darzustellen. Wie im letzten Jahr wurde auch dieses Jahr ein Offener Brief an den Pfarrer, in dessen Gemeinde das Konzert stattfinden soll, geschrieben.

25. November 2013

Berlin | Protest gegen Aufbau der Reservisteneinheiten

Vor der Julius-Leber-Kaserne haben am Freitag mittag Aktivisten der Initiative »No War Berlin« gegen die vorerst letzte von 30 Aufstellungen der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSU) demonstriert. Der Protest richtete sich gegen den Versuch der Bundeswehr, »mit dem Katastrophenschutz eine breite Akzeptanz für Einsätze im Innern zu schaffen und sich als ›verläßlichen Partner‹ in der Öffentlichkeit zu etablieren«, heißt es im Demoaufruf

23. November 2013

Bochum | Volkstrauertag - Bananen für die Bundeswehr

Seit 2012 mischen sich Bundeswehr und Vertriebenenverbände unter das offizielle Gedenken der Stadt Bochum zum "Volkstrauertag" bzw. dominieren dieses mangels anderen Teilnehmenden. Als Reaktion gab es in diesem Jahr verschiedene kleine aber feine Aktionen. Eine Gruppe von AktivistInnen trat als Bananen verkleidet bei der Zeremonie auf. Das Bochumer Friedensplenum kritisierte die Teilnahme von Militär und Vertriebenenverbänden mit "Soldaten sind Täter" Schildern auf dem von der Stadt initiierten Gedenken.

17. November 2013

Cottbus | Aktion gegen Bundeswehr

Etwa 15 Aktivist*innen haben heute gegen einen Werbefeldzug der Bundeswehr in Cottbus protestiert. Im Rahmen einer Ausbildungsbörse war das Militär mit einem „Karriere“-Truck vor der Stadthalle vertreten. Die etwa zweistündige Aktion in unmittelbarer Nähe des Trucks wurde durch Transparente und Megafondurchsagen weithin sicht- und hörbar gemacht. Auch Schnipsel zierten den Vorplatz um den Truck. Sie waren mit den Aufschriften „Krieg beginnt hier“ und „Kein Werben fürs Morden und Sterben“ verziert. Flyer mit Hintergrundinformationen wurden verteilt.

16. November 2013

IMI-Kongress 16./17. November 2013

Krieg um die Köpfe - Über die Mobilisierung von Zustimmung und die Demobilisierung von Protest
Erfreulicherweise regt sich mittlerweile an vielen Stellen Widerstand gegen die fortschreitende Militarisierung der deutschen Außenpolitik (und der Verhältnisse im Inneren). Es ist aber auffällig, dass diese Proteste trotz einer mehrheitlich kritisch-pazifistischen Grundstimmung in der Bevölkerung (noch) nicht die Breite und Stärke erreicht haben, die notwendig wäre, um sie auch zu stoppen. Dies wirft Fragen auf, mit denen wir uns auf dem diesjährigen IMI-Kongress beschäftigen wollen. Zuvorderst natürlich die, wie es der Regierung und dem Militär gelingt, die notwendige Zustimmung gegenüber der deutschen Kriegspolitik zu erzeugen oder zumindest die Passivität in der Bevölkerung gegenüber Fragen von Krieg und Frieden zu erhalten.

16. November 2013 bis 17. November 2013

Rüsselsheim | Bundeswehr Bigband unter der Leitung von Franz Josef Kunduz Jung

In Rüsselsheim haben Kriegsgegner/innen gegen einen Auftritt von Bundeswehrsoldaten mit Musikinstrumenten („Big Band“ der Bundeswehr) mit Protesten reagiert.

12. November 2013

Berlin | zwei Transporter des Kriegslogistikers DHL abgerüstet

Deutschland führt Krieg. Jeder Krieg beginnt mit der Industrie und der Logsitik die dahinter stehen. Krieg findet statt Tag täglich vor unserer Nase. Daher haben wir ein antimilitaristisches Zeichen gesetzt und die DHL-Kampange wieder aufgefrischt. Gestern Nacht haben wir dem Feuer geholfen zwei Transporter der DHL zu zerstören.

31. Oktober 2013

Bonn | Fortsetzung Kunduz-Entschädigungsprozess

Am 17. April hatte das Bonner Landgericht entschieden, in der Zivilrechtsklage von Opfern des Kunduzmassakers vom 4.9.2009 gegen die Bundesrepublik Deutschland in einer Beweisaufnahme die Geschehnisse neu bewerten zu wollen. Die Bundesregierung verzögerte seit April die Herausgabe von Dokumenten zur neuerlichen Beweisaufnahme. Das Bonner Landgericht, das die Infrarotaufnahmen über das Geschehen bei den Tankwagen vor dem Bombenabwurf sichtete, will am 11. Dezember eine Entscheidung über das weitere Vorgehen in diesem ersten Prozeß um Schadenersatzklagen verkünden.
Vor dem Gericht demonstrierten heute etwa 100 Kriegsgegner für Entschädigung der Opfer und für eine Anerkennung des Bombardements als Kriegsverbrechen der Bundeswehr.

30. Oktober 2013

Hamburg | Bundeswehrfahrzeug entglast und eingefärbt

In der Nacht zu Freitag wurden in Fuhlsbüttel und Barmbek die Büros der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Dorothe Martin, Fachsprecherin für Innovation, Tourismus und die Metropolregion, und der Fachsprecherin für Soziales, Ksenija Bekeris, demoliert. Bereits zuvor hatte es einen Anschlag auf ein Bundeswehrfahrzeug in der Hafenstraße gegeben. Zwei Vermummte hatten Scheiben eingeschlagen und es mit Farbe beschmiert.

26. Oktober 2013

Antimilitaristische Fahrraddemo durch Freiburg

Am 19.10.2013 hatte der Arbeitskreis gegen Krieg und Militarisierung (AKM) zu einer antimilitaristischen Fahrraddemo aufgerufen. Etwa 60 Menschen mit Zweirädern waren gekommen, um auf Kriegstreiberei in Freiburg aufmerksam zu machen. Im Rahmen der bundesweiten „Krieg beginnt hier“-Kampagne wurde im sonst so friedfertig dahin dämmernden Freiburg deutlich gemacht, dass das Töten der BRD im In- und Ausland auch von hieraus begonnen und geplant wird. Neue Aktionsformen zu erproben und durch kreative Ideen eine offene, aber deutlich kämpferische Atmosphäre zu schaffen war an diesem Tag unser Anspruch.

19. Oktober 2013

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